[ aua aua aua ]

du erstickst mich. deine worte kriechen langsam in meine organe und besetzen sie. der tonus deiner silben spielt musik auf meinen innereien. mein wohlempfinden ist deinem ausgeliefert. und du verstehst nicht, du fühlst nicht, dass ich nicht du bin.

du fühlst nicht, dass ich bin.

deine worte, dein empfundenes schmeißt sich aus deinem mund. es will nicht mehr drinnen bleiben. aber du passt auf. (du hast schon immer auf mülltrennung geachtet.) du bist bemüht, meine ohren, mein herz zu treffen.

du warst schon immer ein guter werfer.

ich will dir sagen, du sollst damit aufhören, aber ich habe angst. ich habe mich auf dich eingelassen, weil du mir vertraut warst. (und der kreis schließt sich doch immer.) aber ich will mich von der achse entfernen. ich will sie mit gewalt von meiner gekrümmten linie lösen. ich will nicht mehr, dass mir immer das gleiche passiert.

ich will den mund aufmachen, aber er ist bereits weit offen. (du legst sorgfältig dein zerknülltes rein.)

ich suche meine stimme. verzweifelt in den taschen meiner kleidung. aber ich bin nackt und mir ist nicht wohl dabei.

ich will sagen, es muss aufhören. aber ich habe noch nie eine freundschaft beendet. mein kopf sagte mir, "this is forever". er ist autoritär, ich höre immer auf ihn. meistens sagt er nur gute dinge.

der körper zittert. ich spreche zu dir. sage, so nicht. du bist zu nah.

du schaust mich an und mit der vergangenen sekunde hat für dich ein neuer gedanke, ein neues thema begonnen.

du liebst mich nicht mehr.

geht das? er sagte mir, "this is forever". wir müssen etwas tun.

[ aua, aua, aua ]

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